Seit ich ein Baby bin, mache ich leidenschaftlich Agility, ja, das hat was mit flink und wendig zu tun...und ich bin beides, auch wenn mein Frauchen oft sagt ich sei eine Pflunze, was auch immer das ist. Manchmal bin ich wohl etwas plump, aber hey, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, gell?

So und nun beschweibe ich euch mal, was ich so alles aufgeschnappt habe über das Adschiliti....

Der Hund durchläuft beim Agility einen Parcours, der zusammengestellt ist aus bis zu zwanzig verschiedenen Hindernissen. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem A-Lauf, bei dem es außer einfachen Sprunghürden auch Kontaktzonengeräte (Wippe, A-Wand, Laufsteg) gibt, und dem Jumping, bei dem die Kontaktzonengeräte fehlen und das Team (Hund + Führer) die "üblichen" Geräte wie Tunnel, Weitsprung und Slalom in vorgegebener Reihenfolge schnellstmöglich und fehlerfrei bewältigen muss/müsste.

Größenklassen/ Leistungsklassen

Um die Belastungen der Tiere zu verringern wird meist in drei Größenklassen (in manchen Verbänden auch nur in 2 oder aber auch in 4) gestartet:

Um leistungsgerecht zu starten, haben sich 3 Leistungsklassen bewährt, die mit A1 bis A3 bezeichnet werden. Daneben gibt es noch A0 und Senioren.

AO nimmt eine Sonderstellung ein. Sie ist gedacht für Anfänger. Schon mit 18 Monaten kann ein Hund in A0 Starten, die Hindernisse sind dabei extra niedrig. Es bedarf keiner besonderen Leistung um nach A1 aufzusteigen, A0 ist eine freiwillige Leistungsklasse. Reifen und Slalom werden nicht mitbenutzt.

Um von A1 nach A2 und später A3 aufzusteigen benötigt es entweder 3 Nullfehler Läufe und eine Platzierung unter den ersten 3, oder 5 fehlerfreie Läufe innerhalb der Klasse.

Um die Belastung von älteren Hunden zu verringern und sie trotzdem an Turnieren teilnehmen zu lassen wurde die Seniorenklasse eingeführt. Ab 6 Jahren können Hunde in der Seniorenklasse starten, müssen aber nicht. Der Einstieg in die Klasse Senioren lässt sich nicht rückgängig machen. In der Seniorenklasse fallen die Hindernisse Slalom und Reifen weg (in Österreich ist das leider noch nicht der Fall), die Hindernisse sind niedriger.

 

Agility, A-Läufe

Alle Hindernisse können verwendet werden. Es gibt eine Standardzeit, deren Überschreiten mit Zeitfehlern (pro Sekunde ein Punkt Zeitfehler, Zehntel- und Hundertstelsekunden werden in Zehntel- und Hunderdstelfehlerpunkte umgewandelt) geahndet wird. Das Überscheiten der sog. Höchstzeit führt zur Disqualifikation. Es werden zwischen 15 und 20 Hindernisse aufgebaut, wobei mehrfach genutzte Hindernisse auch mehrfach gezählt werden.

 

Jumping

Wie die A-Läufe, jedoch ohne Kontaktzonenhindernisse

Führtechniken

im Gegensatz zu anderen Hundesportarten wird der Hund beim Agility an beiden Körperseiten geführt; dadurch kann der Laufweg des führenden Menschen verkürzt werden und der Parcours vom Hund schneller bewältigt werden. Im Gegensatz zu ganz ähnlichen Turnierhundesport läuft der Hund auch nicht auf der gleichen Höhe des Menschen sondern eilt ihm voraus oder bleibt kurzzeitig hinter ihm, aber ohne den Kontakt zu verlieren. Der Hundeführer versucht den Hund immer im Blick zu haben auch wenn die Führhand gewechselt werden muss.

Je nach Gegebenheiten im Parcours ist es manchmal notwendig hinter dem Hund zu wechseln (back cross). Dabei wird der Hund über ein Hindernis vorausgeschickt und hinter dem Hund seine Lauflinie gekreuzt. Der Wechsel hinter dem Hund sollte nur eingesetzt werden wenn kein anderer Wechsel möglich ist, da viele Hunde dadurch die Sequenz langsamer bewältigen.